Ich heiße Inga, bin Krankenschwester im Bereich Anästhesie und Intensivmedizin und Mutter von zwei wundervollen Kindern.

Im Folgenden möchte ich erzählen, wie ich zur NeuroScanBalance®-Trainerin wurde. Es begann alles mit einem großen Schock in der 34. Schwangerschaftswoche meines ersten Kindes, Liah. Bei der letzten Ultraschalluntersuchung während der Schwangerschaft wurde eine schwere Hirnblutung bei ihr festgestellt.

Die Prognosen waren düster; keinem Arzt zufolge hatte sie direkt nach der Geburt eine Chance zu überleben. Nach Beratung wurde ein Geburtstermin neun Tage nach der Diagnose festgelegt. Mit Geburt begann unser kleines Wunder, 

Liah kämpfte, strafte alle düsteren Prognosen ab. Natürlich hatte und hat sie schwerste Hirnschädigungen, ein Wasserkopf drohte weiteres, gesundes Hirngewebe zu zerstören. Noch am Tag Ihrer Geburt überstand Sie eine Notoperation. 

Direkt im Anschluss an die OP fand eine hitzige Diskussion statt, ob die Beatmungsmaschinen abgestellt werden sollten. Als medizinisch versierte Mutter und vor allem als Mutter kämpfte ich (bzw. wir) um das Leben meiner Tochter. Kurz danach beschloss Liah Marie Fakten zu schaffen und extubierte sich mit ihren 16 Lebensstunden selbst. 
Unsere ganze Mutmachergeschichte findet ihr unter www.wunderkinder-owl.de und Hirnblutung in der Schwangerschaft: So kämpfte sich Liah ins Leben (leben-und-erziehen.de). Und so standen wir am nächsten Tag da, ein Kind mit massivsten Hirnschäden, unklar welche Areale betroffen sind, keine Ahnung von Therapien, Pflegegesetzen und eine Tochter die auch nach über 48 Stunden nicht auf Lichtreflexe reagierte.

Eine der vielen Diagnose die wir hörten war Zerebralparese -eine Erkrankung die mit Bewegungsstörungen und Spastiken einhergeht. In dieser Situation hat uns sehr geholfen, dass uns unsere Therapeutin klipp und klar gesagt hat, dass Liah's Entwicklung und Ihre Fortschritte einzig und allein in unserer Hand liegen. Ungesagt schworen wir uns, alles für unsere Tochter möglich zu machen.

Wir bekamen einen Crash Kurs in der Anwendung der Vojta Therapie und turnten ab ihrem dritten Lebenstag täglich mit ihr. 6 Monate Vojita, 6 Monate Bobath-Methode. Und nach Ablauf der ersten zwölf Monate konnte Liah (mit Hilfe einer Sitzunterstützung) weitestgehend, kurz eigenständig sitzen. Doch seit geraumer Zeit spürten wir, dass unsere Liah mit der passenden Therapieform noch viel mehr erreichen könnte. Deshalb suchten wir nach neuen Impulsen und Ideen.

Schließlich brachte unsere Physiotherapeutin (Bobath) einen ganz neuen Vorschlag ein. Sie hatte von einer anderen Mutter gehört, dass Ihre Tochter tolle Erfolge und Fortschritte mithilfe der NeuroScanBalance® Methode gemacht hatte. Daher haben wir uns intensiv mit dieser einzigartigen Methode der neuromotorischen Reorganisation auseinandergesetzt. Das erschien uns eine innovative, neuartige Option. Gefolgt von einem erfolgreichen Versuch fanden wir sogar internationale Studien, die diesen Ansatz sogar wissenschaftlich untermauern.  
Die erste einwöchige Intensivtherapie erhielt sie im Alter von 17 Monaten. Anschließend war sie in der Lage, sich selbstständig hinzusetzen und ihre Sitzposition eigenständig zu halten. Alle sechs bis acht Wochen führen wir seitdem einen Therapieblock durch. Klingt erstmal anstrengend, dafür sind aber alle anderen Therapien inkl. Physiotherapie weggefallen.  (Ausnahme Logopädie)

Nach 3 Jahren individueller Therapie ist Liah's Entwicklungstand wie folgt:

- sie kann kleine Strecken eigenständig laufen

- sie hat kognitiv immense Fortschritte gemacht und holt weiter auf

- sie kann Geschichten von über 200 Wörter aus dem Gedächtnis Wort für Wort nacherzählen

- mittlerweile zählt sie in drei Sprachen bis mindestens zehn

- sie besitzt einen Wortschatz der dem von normalentwickelten Kindern mindestens gleichwertig ist

- sie isst wie selbstverständlich seit drei Jahren mit uns, ganz normal am Tisch 

- sie spielt Gesellschaftsspiele selbständig

- sie fährt eigenständig auf ihrem Bobbycar

- sie erzählt immer mehr aus Ihren Erfahrungen und verknüpft dabei immer besser Momente und Erlebnisse

- fordert diese und andere Therapien immer wieder aktiv ein, mit dem Wissen, dass diese ihr gut tun

- Farben, Formen, Gegenstände und erste Buchstaben benennt sie richtig 

- Wochentage erzählt sie in der richtigen Reihenfolge und weiß rückblickend was da geschah

- und, sie liebt Johannisbeer-Marmelade, Eis, Äpfel, Kirschen und Pelmeni.   

 
Ein ganz grosser Erfolg war die Verhinderung einer Epilepsie. Liah hatte mit sechs Monaten ihren ersten heftigen epileptischen Anfall (schaut hierzu bitte auch beim Reiter "Ätherische Öle nach).

Kognitiv wird sie von medizinischen Fachkräften und entsprechenden Einrichtungen als leicht entwicklungsverzögert eingestuft, zugleich wird ihr eine beträchtliche positive Entwicklung attestiert, die den Entwicklungsunterschied zunehmend verringert.

Als Eltern betrachten wir das erste Lebensjahr, in dem sie noch keine maßgeschneiderte Therapie erhielt, als Anlaufphase und erkennen nun ein Kind, das sich deutlich ausdrückt, zunehmend besser sehen und vor allem kognitiv große Fortschritte machen kann.

Wir erinnern uns stets an den Tag ihrer Geburt am 19. Juli 2019, als wir dieses kleine Bündel Leben erblickten, dass wir uns so sehr gewünscht hatten. Unser Mädchen, das trotz düsterer Prognosen, schwerwiegender Diagnosen, nur einer verbleibenden Gehirnhälfte, einer Notoperation und zwei Monaten auf der Kinderintensivstation eine so erstaunliche Entwicklung genommen hat.

Diese Fortschritte geben uns täglich neue Kraft und motivieren mich, meinem Kind und so vielen anderen Kindern wie möglich ein besseres, glücklicheres und erfüllteres Leben zu ermöglichen.

Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden der Übersetzungen

Wir nutzen einen Drittanbieter-Service, um den Inhalt der Website zu übersetzen, der möglicherweise Daten über Ihre Aktivitäten sammelt. Bitte überprüfen Sie die Details in der Datenschutzerklärung und akzeptieren Sie den Dienst, um die Übersetzungen zu sehen.