Welche Diagnosen können mit NeuroScanBalance®  behandelt werden? 

  • vor allem besondere Kinder - mit Zerebralparese, Autismus, verschiedenen Hirnverletzungen und Läsionen des Zentralnervensystems, genetischen Erkrankungen, Epilepsie 
  • Kinder mit neurologischen Störungen (Enuresis (unkontrollierter Harnverlust), verzögertes Sprechen und Psycho- Sprachentwicklung, Hyperaktivität, Erregbarkeit, verzögerte motorische, sprachliche, psychosprachliche Entwicklung) 
  • Kinder mit Verletzungen (verschiedene Frakturen usw.) und schlechter Körperhaltung 
  • Kinder mit ADHS und ADS-Problematiken 
  • Kinder mit Lernschwierigkeiten 
  • Erwachsene und Kinder mit Skoliose und anderen Problemen mit der Wirbelsäule (Hernien, Vorwölbungen usw.) 
  • Erwachsene, die Operationen, Schlaganfälle oder Verletzungen erlitten haben oder unter chronischen Schmerzen leiden. 
Was ist die NeuroScanBalance® Methode ?    

NeuroScanBalance® ist eine bewegungsorientierte Lehr- und Lernmethode, die bei orthopädischen, neurologischen oder psychologischen Beschwerden eingesetzt wird.  
Doch womit lässt sich die Methode vergleichen? 
Sie ist weder Sport noch Stretching, weder Physiotherapie noch Bobath, Vojta oder Padovan, keine Massage und keine Osteopathie, auch wenn es von außen betrachtet ähnlich aussieht, weder Entspannung noch Meditation, kein Yoga und kein Autogenes Training! 
 
Das Herzstück von NeuroScanBalance® ist die Neuroplastizität - die Fähigkeit des Gehirns, Verbindungen nach einer Schädigung zu verändern, zu verbessern und wiederherzustellen. Dieses entspricht den neuesten Erkenntnissen aus der Neurowissenschaft. Dazu empfehle ich Dir die Bücher von Norman Doidge “Neustart im Kopf” und “Wie das Gehirn heilt”. 
Was ist die neurologische Grundlage? 
Im Groß-Hirn gibt es verschiedene Rindenfelder (Bereiche), die unseren Körper repräsentieren und steuern. Das somatosensorische Rindenfeld erhält Informationen aus unserem Körper über die Sinnesorgane, die Haut, die Knochen, die Gelenke und Muskeln. 

Das Gehirn erfährt in diesem Bereich wie eine Bewegung abläuft und wie sie sich anfühlt. Das primäre motorische Rindenfeld nutzt diese Informationen und steuert Bewegungen. 
Bereits im Mutterleib und während der Geburt macht der Mensch erste sensorische und motorische Erfahrungen. Zu Beginn ist er noch nicht in der Lage Bewegungen fein zu steuern. Das Baby bewegt sich zunächst eher zufällig und reflexartig. Es sammelt dabei sensorische Informationen und speist damit sein sensorisches Rindenfeld. Können diese Bewegungen und die damit verbundenen Erfahrungen nicht ausreichend stattfinden (z.B. wegen einer Lähmung, einer behindernden Erkrankung, Spreizhose, Frühgeburt) fehlen dem motorischen Rindenfeld Informationen, um eine Bewegung optimal zu koordinieren. 

Oft findet das Gehirn einen Weg fehlende Informationen zu überbrücken, manchmal aber zu Lasten der Qualität. Ist ein Kind z.B. nicht gekrabbelt, fehlen ihm wichtige Informationen, die sich später bemerkbar machen können. 
Bei der neuromotorischen Reorganisation bekommt der Mensch, während der Lesson  (Unterricht) sensomotorische Informationen, die seinem System noch fehlen, um eine Bewegung optimal zu organisieren. 

Die Rehabilitation erfolgt durch sanfte Bewegungsabläufe, durch die sich das Gehirn auf bestimmte Körperbereiche konzentriert und neue Informationen erhält. Dadurch werden Gehirn und Körper umprogrammiert, neue motorische Fähigkeiten werden ausgebildet, der emotionale Hintergrund verbessert sich und die kognitiven Funktionen werden gesteigert.  
Wie sieht eine Lesson aus?  

Als Trainerin schaffe ich bei meiner Arbeit mit Kindern eine Atmosphäre in der die angeborenen Fähigkeiten weiter ausgebaut und unterstützt werden.  
Die Lesson beginnt in einer Position, die sich für das Kind bequem und vertraut anfühlt. So hat das Kind ein Gefühl von Sicherheit und Entspannung.  

Spaß, Neugierde und Variationen, Akzeptanz und innere Ruhe spielen hierbei eine große Rolle und helfen mir dabei, eine Verbindung zum Kind herzustellen.  

Auch wenn es manchmal aussieht wie “Handauflegen”, so ist es doch ganz anders. Keine Lesson gleicht der anderen, da immer wieder neue “Bewegungs-Konversationen” mit dem Kind entstehen. Durch diese sehr sanften und zielgerichteten Berührungen entstehen neue neuronale Verknüpfungen im Gehirn. 

Ist die Wirkung des Unterrichts (Lesson) dauerhaft oder vorübergehend?  

Da NeuroScanBalance® das Gehirn beeinflusst und neue neuronale Verbindungen bildet, ist die Wirkung immer positiv. 
Je stabiler die neuronalen Verbindungen, desto nachhaltiger sind die erzielten Veränderungen. Und hier ist alles individuell. Einige Gehirne benötigen 1-2 Unterrichtsstunden, um neue Muster zu festigen, während andere mehr Zeit und mehr Wiederholungen brauchen. In jedem Fall erzeugen bereits neu entstehende neuronale Verbindungen eine sichtbare Wirkung.

Gibt es Nebenwirkungen?

NeuroScanBalance® ist keine Behandlung oder Korrektur, sondern Interaktion mit dem Gehirn durch den Körper. Daher hat die Methode keine Kontraindikationen; sie kann auch bei akuten Schmerzen und Epilepsie angewendet werden. Viele Eltern stellen fest, dass nach NeuroScanBalance®-Lessons bei Kindern mit Epilepsie die Anfälle nachlassen oder ganz verschwinden, Gehirnaktivität auftritt und sich die EEG-Ergebnisse zum Besseren verändern. 

 
Entscheidend für eine gute Lesson ist die Information, die das Nervensystem erhält. Die Aufmerksamkeitspanne ist zeitlich eingeschränkt und bei Kindern in der Regel kürzer als bei Erwachsenen. Hat das Gehirn neue wertvolle Informationen erhalten, braucht es Zeit, um diese zu verarbeiten und die entsprechenden Nervenzellen zu myelinisierten (die Nervenzellen werden isolierend ummantelt, um die Information im Gehirn schneller zu leiten und zu festigen). Bekommt ein Kind zu viele Informationen während einer Lesson, muss sich das Gehirn um verschiedene Bereiche gleichzeitig kümmern, und die Qualität leidet aufgrund der Fülle. Weniger Informationen bekommen mehr "ungeteilte" Aufmerksamkeit und können stabil und nachhaltig im Gehirn verankert werden. Es ist kontraproduktiv, das Gehirn mit Informationen zu überfluten. Der Zeitpunkt, zu dem eine Lesson endet, ist entscheidend für den Erfolg und kann sehr individuell sein. Daher gebe ich bewusst eine Zeitspanne an. 

Wie kann man verstehen, dass dieses Ergebnis genau auf die NeuroScanBalance®-Lesson zurückzuführen ist? 

In der Regel können die ersten Veränderungen nach ca. 3 Lessons an 2 oder 3 aufeinander folgenden Tagen wahrgenommen werden. Ein aufmerksamer Elternteil wird die Veränderungen sofort bemerken. Sie können offensichtlicher sein – krabbeln, sitzen, stehen, reden, zum ersten Mal ein Spielzeug in die Hand nehmen oder lernen, sich selbst zu ernähren. Oder sie können subtiler sein – ein bewusster Blick, das erste Lächeln, eine Abnahme der Spastik, eine andere Spielqualität, verbessertes Gedächtnis und Aufmerksamkeit, Kontakt mit Kindern und Erwachsenen, reduziert die Angst und die Gewinnung eines grundlegenden Sicherheitsgefühls, verbessert die Emotionsregulation. Und oft sind es diese subtileren Veränderungen, die für die offensichtlicheren Veränderungen eine entscheidende Rolle spielen. Ich liebe es zu beobachten, wie das Nervensystem reagiert und funktioniert! Es ist immer „Magie“ und „Wunder“.  
 
Wie oft sollte mein Kind Lessons bekommen? 

Die größten Erfolge zeigen sich, wenn es in intensiven Blöcken stattfindet. Ein Intensivblock geht über 3 bis 4 Tage, umfasst 6 bis 10 Lessons von je 25 bis max. 30 Minuten. Wichtig ist, dass man in dieser Zeitspanne einen kürzeren Abschnitt hat, in dem das Kind konzentriert ist. Am Anfang können das manchmal auch nur ein paar Minuten sein. 

Warum Intensivblöcke? Das Gehirn kann die Informationen besser verarbeiten und integrieren, wenn diese nahe beieinander liegen.  

Wie kann die Wirkung von NeuroScanBalance® unterstützt werden?  

Die Einhaltung der „goldenen Regel“ – zwei Wochen Ruhe nach dem Intensivblock – ermöglicht, die tiefgreifendsten Ergebnisse zu erzielen. Dieses bedeutet auch das Pausieren der anderen Therapien. 
Viele Menschen haben Angst, sich auf eine solche Erfahrung einzulassen. „Man kann sich nicht ausruhen, das verschwendet Zeit“, wiederholt das Gesundheits- und Rehabilitationssystem unermüdlich. Das Ergebnis ist, dass wir Kinder und Eltern haben, die mit unaufhörlichen Aktivitäten überfordert sind. In dieser Situation arbeitet das Nervensystem im Überlebensmodus und von tiefgreifenden Ergebnissen kann keine Rede sein. Es ist wichtig zu bedenken, dass Kinder mit besonderen Bedürfnissen sehr schnell müde werden! 
Warum zwei Wochen? Während des NeuroScanBalance®-Unterrichts arbeitet das Gehirn sehr hart und organisiert sich buchstäblich neu. Und die natürliche Reaktion des Körpers auf diese Arbeit ist Ermüdung im ganzen Körper. Diese Arbeit endet nicht mit dem Abschluss des Intensivblocks. Gehirn und Körper verändern sich noch mindestens zwei Wochen (manchmal bis zu 1,5–2 Monate) aktiv. Und ab diesem Zeitpunkt besteht kein Grund, diese Reorganisation zu stören.


Ich hoffe, dass ich mit diesen Informationen viele Deiner Fragen beantworten konnte. Bei weiteren Fragen melde Dich bitte bei mir! Du kannst mich unter 0176-34903456 erreichen. 

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